Peru seit 1980 eine demokratische Präsidialrepublik mit einem Mehrparteiensystem. Die Regierung ist nach der Gewaltenteilung in die Exekutive, Legislative und Judicative aufgeteilt. Der Präsident ist gleichzeitig der Regierungschef. Er wird für fünf Jahre gewählt und darf nicht direkt wiedergewählt werden. Der Präsident, der bei den letzten Wahlen im April 2006 gewählt wurde, heißt Alan García von der Partei Aprista Peruano.
Die legislative Kraft findet sich in den Händen des Congreso de la República, der aus120 Mitgliedern besteht, die für fünf Jahre gewählt werden und die Meinung des Volkes vertreten. Die wichtigsten Parteien in Peru sind: die Partei Aprista Peruano, eine mittelinks Partei; die Partei Nacionalista Peruano und Union Perú neben einigen anderen.
Die höchste judikale Macht im Staat liegt beim Obersten Gerichtshof. Daneben existieren noch weitere regionale Gerichtshöfe.
Lange Zeit hatten reiche Großgrundbesitzer die Macht über die Wirtschaft und die Finanzpolitik des Landes. Seit den Agrarreformen 1969 hat sich diese Situation verbessert. Die Wirtschaft sowie die Politik ist nun dezentralisiert und mehrere Gruppen beeinflussen das System.
Die Beziehungen Perus zu den Nachbarländern sind durch viele Grenzstreitigkeiten geprägt. Zwischen Chile und Peru ist der Grenzverlauf im Pazifischen Ozean immernoch nicht vollständig geklärt. Außerdem ist Peru einer der Gründerstaaten der Andengemeinschaft und Mitglied in der Organisation der Amerikanischen Staaten sowie in den Vereinten Nationen.
Das wichtigste Ziel der peruanischen Regierung ist die Wahrung der Souveränität des Landes und die Verbesserung der Lebensumstände der peruanischen Bevölkerung.