Perus Vergangenheit der großen Kultur der Inka ist noch immer aktuell. Die Inkas machen heutzutage noch knapp die Hälfte der Bevölkerung aus. Zahlreiche Stätten der alten Hochkultur sind überall im Land zu ergründen und erforschen. Wer zudem die Gastfreundschaft der Peruaner entdecken möchte, dem könnten ein paar Spanischkenntnisse mit Sicherheit weiterhelfen. Der Sprachführer „Spanisch für Peru“ aus der Kauderwelsch-Reihe des „Reise Know-How“ Verlags bietet einen guten Einstieg in die Weiten der peruanischen Sprache.
Allgegenwärtig ist in Peru noch immer das Lama, das von den Inkas als heiliges Tier verehrt und den Göttern geopfert wurde. In vielen Museen gibt es Darstellungen des Lamas, sei es in Form von Schnitzereien, Malerei oder kleinen Figürchen. Auch in freier Wildbahn ist es häufig anzutreffen und ein beliebtes Motiv für ein Photo. Man sollte es indes nicht mutwillig ärgern, sonst fängt das Lama an zu spucken. Der Dalai Lama stammt übrigens aus einem anderen Land.
Nicht zu verwechseln ist das kamelartige Tier auch mit der Hauptstadt Lima. Das Straßennetz von Lima ist, wie ein großer Teil der peruanischen Städte, schachbrettartig angelegt. Der zentrale Platz im Zentrum fast jeder Stadt heißt "Plaza de Armas" (Platz der Waffen). Unterwegs ist man dort am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie sind günstig und die Gelegenheit, etwas Spanisch zu sprechen, ist es auch. "¿Cuánto me cobra para la Plaza de Armas?" bedeutet z.B. nicht „Wie viele Kobras gibt es auf dem Platz der Waffen?“ sondern „Wie viel kostet es bis zur Plaza de Armas?“
Aber auch andere nützliche Informationen zu Sprache und Land finden sich im Sprachführer wieder. Unter den zahlreichen Kategorien wie „Unterwegs“, „Erster Kontakt“ und „Essen und Trinken“ findet sich auch das Kapitel „Liebe und Schmeicheleien“ wieder. Das Interesse der Peruaner an hellhäutigen Frauen und Männern ist groß und hat unter „caza gringa“ (Liebesjagd nach Gringos) einen eigenen Ausdruck bekommen. Allerdings gehen die Einwohner laut Sprachführer insgesamt höflicher und förmlicher miteinander um als die Deutschen.
Landschaftliche Attraktionen sind der Pazifische Ozean und natürlich die Anden. Dort gibt es Gebirgszüge, auf denen das ganze Jahr über Schnee liegt, wie z.B. den 6756 Meter hohen Nevado Huascarán. So ist das Kapitel „Trekking in den Anden“ auch das umfangreichste des Sprachführers. Empfehlen lässt sich eine Wanderung auf dem „Camino Inca“, den alten Handelsstraßen der Inka. Wenn man sich eine Führung gönnt, ergibt das wieder gute Gelegenheiten zum Üben der Sprache und das Gepäck kann ja ruhig der „burro“, der Esel, tragen.
Der Sprachführer wird nicht müde zu betonen, dass Höflichkeit für den Ausländer Trumpf ist. Die Peruaner reagieren vermutlich gerührt, wenn man ihnen ein freundliches „Le agradezco mucho“ (Ich danke Ihnen sehr) entgegnet. Zu finden im Kapitel „Bitten, danken, wünschen“. Und sollten Sie die Einwohner daraufhin in die Wohnung bitten, dann danken Sie in Gedanken dem Sprachführer „Spanisch in Peru“ und wünschen sich noch ein paar schöne Wochen im Lande des Lamas.
Christoph Schlüter